Erklärung von Kreisvorsitzenden Dieter Kannengießer:

Der Landkreis Rosenheim ist durch die Grenznähe von der Zuwanderung von Asylbewerbern nicht überfordert, sondern gefordert. Landrat Wolfgang Berthaler und auch weitere beruflich Betroffenen, wie z. B. Bundespolizei und Verwaltung, zeigen,

dass Sie dieser Aufgabe gewachsen sind. Sie machen aber auch deutlich, dass von den Verantwortlichen von Bund und Land mehr Unterstützung erwarten. Die Bürgermeister der Region lassen sich auch nicht auseinanderdividieren und unterstützen den Landkreis in seinen Aufgaben. Eine Welle der Unterstützung ergibt sich durch die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer und sozialen Organisationen. Wir wissen jetzt schon, dass sich die Lage deutlich weiter verschärfen wird. Grenzkontrollen lösen jedoch nicht das Problem der hohen Flüchtlingszahlen, sondern verlagern dies nur. Dennoch hat dies bewirkt, dass auch andere EU-Länder weitere Überlegungen anstellen. Dauerhafte Kontrollen sind nur so lange nötig, bis die EU solidarische Lösungen herbeiführen. Ein rein nationales Vorgehen führt zwangsläufig zu Problemen Innerhalb der EU. Die zaghaften Reaktionen und Uneinigkeit Sind bis Dato kein Ruhmesblatt. Hier stellen sich viele Bürger die Frage, ob wir die EU nur zu „Gängel-Themen“, wie z. B. Eingriff in Bauland für Einheimische oder die Aufgabe der nationalen Daseinsvorsorge benötigen. Ein Europa muss sich auch echten Herausforderungen stellen und vor allem Lösungen aufzeigen können.Sollte die EU es nicht schaffen vernünftige Regelungen (z. B. verbindliche Registrierung und Verteilung) mit allen EU-Staaten zu treffen, kann die Krise dauerhaft nicht bewältigt werden. In erster Linie müssen wir jedoch gewährleisten, vom Krieg verfolgten Menschen zu helfen. Diese Herausforderung gilt für alle Ebenen des Staates. Warum wir es in Deutschland nicht schaffen, die Bearbeitungszeiten der Asylanträge zu verkürzen, liegt sicher nicht nur daran, dass mehr Personal benötigt wird. Hier denke ich, dass Ansätze zum Bürokratieabbau dringen nötig wären. Um den Zulauf zu radikalen Parteien zu verHindern, gilt es die Bevölkerung so Aufzuklären, dass Ängste genommen und nicht geschürt werden.